Handreichung “Jugendsozialarbeit verstetigen – junge Menschen nachhaltig stärken” erschienen

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich für eine umfassende Absicherung und Stärkung von Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII) ein und möchte dazu beitragen, dass die vielen betroffenen Projekte, Träger und Kommunen die notwendige pädagogische Arbeit, die im Rahmen der Kompetenzagenturen und der Koordinierungsstellen 2.Chance aufgebaut wurde, fortführen können. Denn unbestritten ist, dass diese Angebote oftmals bestehende Förderlücken schließen und vor Ort erfolgreich zur Integration und Unterstützung gerade der Jugendlichen beitragen, die ansonsten kaum von Hilfen erreicht werden.

Die Handreichung bietet den verschiedenen Akteur/inn/en und Verantwortlichen umfassende Informationen zur Jugendsozialarbeit. Daneben werden praktische Erfahrungen der Standorte bei ihren aktuellen Aktivitäten zur Verstetigung weitergegeben, die mit konkreten Hinweisen zum Vorgehen etwa durch Überlegungen zur möglichen Kofinanzierung und rechtskreisübergreifenden Absicherung der Jugendsozialarbeit ergänzt werden.

Die Handreichung steht hier zum Download zur Verfügung.

 

Unterstützungsangebote der Jugendsozialsozialarbeit, die in den letzten Jahren im Rahmen der Bundesinitiative JUGEND STÄRKEN bundesweit aufgebaut und modellhaft erprobt wurden, müssen angesichts der auslaufenden Ko-Förderung durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) befürchten, dass sie ihre Arbeit 2014 vielfach nicht oder nur sehr reduziert fortsetzen können. Dies gilt sowohl für die rund 190 Programmstandorte der „Kompetenzagenturen“, die besonders benachteiligte Jugendliche am Übergang Schule – Beruf unterstützen, als auch für die fast 190 Koordinierungsstellen „Schulverweigerung – Die 2. Chance“, die schulmüde Jugendliche, deren Schulabschluss gefährdet ist, wieder in die Schule integrieren. Zahlreiche Jugendliche, die derzeit noch in den Projekten vor Ort begleitet und gefördert werden, müssten zukünftig ohne diese Unterstützung auskommen, wenn keine andere Finanzierung gefunden wird und eine breite Verankerung in der kommunalen Jugendhilfe nicht gelingt.

Quelle: Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit