Junge Neuzugewanderte im Neuen Übergangssystem NRW nicht mitgedacht?

Die LAG JSA NRW fordert dazu auf, junge Neuzugewanderte mit ihren spezifischen Herausforderungen im Neuen Übergangssystem adäquat zu berücksichtigen und vor allem im Bereich der Sprachförderung die notwendige Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Der Vorstand der LAG JSA NRW weist in seinem Schreiben vom 12. November 2013 auf die Situation junger Neuzugewanderter hin und zeigt Erfordernisse und Lösungsmöglichkeiten im Rahmen der Kommunalen Koordinierung auf. Das entsprechende Schreiben finden Sie ->hier.

Die Angebote der Jugendsozialarbeit, darunter auch die vom Bund finanzierten Jugendmigrationsdienste (JMD), stehen gerade den sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen zur Verfügung. Sie spielen auch in der Unterstützung von Neuzuwanderern eine wichtige Rolle. Hieraus ergeben sich, vor allem auch mit Blick auf diese jungen Migrant_innen, Handlungsspielräume und Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugendsozialarbeit bei der Gestaltung des Neuen Übergangssystems in NRW.

Eine systematische Sprachförderung, vor allem für junge Neuzugewanderte, ist derzeit weder im schulischen noch im außerschulischen Kontext des Neuen Übergangssystems NRW verankert. So werden die vorhandenen Sprachdefizite in den verschiedenen Förderangeboten immer weitergetragen, anstatt sie vorrangig zu bearbeiten. Im Ergebnis können die vorhandenen Potentiale und Ressourcen der jungen Menschen nicht adäquat genutzt werden. Dies hat zur Folge, dass die vorhandene Motivation bei den Jugendlichen verloren geht und Perspektivlosigkeit eintritt.

Mit der Lockerung der Landesvorgaben für die „Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT)“ seit Sommer 2012 konnte teilweise durch Vermittlung der JMD zumindest die außerschulische Lernförderung auch für diese jungen Menschen genutzt werden. Die Umsetzung in den Kommunen ist jedoch sehr unterschiedlich und der Umfang von zwei Stunden wöchentlich aus unserer Sicht nicht ausreichend.

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