Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit

Jugendwerkstatt

In den Jugendwerkstätten erhalten junge Menschen ohne Schulabschluss und als noch nicht ausbildungsreif geltende junge Menschen gezielte pädagogische Förderung im Rahmen werk- und sozialpädagogischer Prozesse. Die Angebote richten sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene ohne oder mit geringem Schulabschluss, mit individuellen Beeinträchtigungen oder in schwierigen Lebenslagen, die von den bestehenden Regelsystemen noch nicht oder nicht mehr erreicht werden. Die Teilnahme ist freiwillig und bietet eine geschützte Lern- und Arbeitsumgebung, in der praktische Erfahrungen, theoretisches Lernen und sozialpädagogische Förderung miteinander verbunden werden. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Bedarfe, Fragen und Ressourcen der jungen Menschen. 

Beratungsstelle

Die Beratungsstellen im Übergang Schule-Beruf stehen allen jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren offen, und betrachten immer den Einzelnen in seinem sozialen Umfeld, in seinem sozialen System mit allen Bezugspersonen und Akteur*innen innerhalb dieses Systems. Die Beratung ist freiwillig, und kann jederzeit beendet werden. Die Beratung ist niederschwellig, d.h. es bedarf keinerlei Voraussetzungen oder erfüllter Kriterien, um sie in Anspruch zu nehmen. Sie ist immer individuell und an den Bedarfen, Fragen und Ressourcen der jungen Menschen orientiert. Die Beratung erfolgt persönlich, wobei auch eine telefonische oder Online-Beratung möglich ist. Bei Bedarf kann sie auch aufsuchend bzw. per Hausbesuch erfolgen. Die Dauer der Beratung ist individuell. Sie richtet sich nach dem Verlauf der Beratung, nach deren Inhalten, und sie kann sowohl kurz- als auch langfristig angelegt sein. 

Schulmüden-Projekte

Diese Projekte sollen verhindern, dass sich schulvermeidendes Verhalten manifestiert, einen Schulabschluss gefährdet und damit den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Arbeit erschwert oder unmöglich macht. Ursachen schulvermeidenden Verhaltens sind vielfältig und individuell unterschiedlich. Dabei wird zwischen passiver Schulverweigerung, vermeidender Schulverweigerung, Schulvermeidung, die angstbedingt ist und einer familiär bedingten Schulvermeidung unterschieden. 

Jugendwohnen

Jugendwohnen ist ein Unterstützungsangebot für junge Menschen in einem schulischen oder beruflichen Angebot, das Wohnmöglichkeiten in Verbindung mit sozialpädagogischer Begleitung zur Verfügung stellt. Durch sozialpädagogische Begleitung werden den jungen Menschen auf dem Weg zur Verselbstständigung geholfen. 

Streetwork/ mobile Arbeit 
Streetwork/ mobile Arbeit richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-27 Jahre, die als Einzelpersonen, Gruppen oder Szenen im öffentlichen Raum anzutreffen sind. Dabei steht die niedrigschwellige Ansprache im Vordergrund, um den jungen Menschen Unterstützung und eine*n Ansprechpartner*in anzubieten. Dabei versteht sich dieses Handlungsfeld als aktivierende und ressourcenorientierte Sozialarbeit, die durch zeitliche und methodische Flexibilität auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen kann. 

Jugendmigrationsdienste

Die Angebote der Jugendmigrationsdienste richten sich vorwiegend an junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen dem 12. bis zur Vollendung des 27.Lebensjahres. Eltern können sich ebenfalls an die Einrichtungen wenden, wenn es um Fragen zur Bildung/ Ausbildung ihrer Kinder handelt. Die Angebote der Jugendmigrationsdienste sollen die Integrationschancen der jungen Menschen verbessern, zu einer Förderung der Chancengerechtigkeit und Teilhabe führen, einen fairen Umgang miteinander, sowie die Partizipation in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens fördern.