Projektförderung 2019

Das Jugendministerium bietet auch im kommenden Jahr die Möglichkeit, Projekte aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW zu finanzieren. Die entsprechenden Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen wurden auf den Internetseiten der NRW-Landesjugendämter veröffentlicht.

Anträge sollen bis zum 10. Januar 2019 beim jeweils zuständigen Landesjugendamt eingereicht werden. Später eingereichte Anträge werden nachrangig behandelt.
Die Antragsunterlagen für Einrichtungen im Bereich des LVR finden Sie in Kürze >hier.
Die Antragsunterlagen für Einrichtungen im Bereich des LWL finden Sie >hier.


Identität_en: Fachtag am 23.11.2018

Der Fachtag der NRW-Fachberatungsstelle „gerne anders!“ möchte Orientierung bieten und Gelegenheit geben, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext von Identitätsbildung zu diskutieren. Im Zentrum von wissenschaftlichen Inputs und Diskussionen steht die Frage, wie Jugendarbeit / Jugendhilfe junge Menschen (auch LSBTI*) sowie den Abbau sexueller und geschlechtlicher Vorurteile bei Jugendlichen unterstützen kann.

Die scheinbar wachsenden Differenzierungen und zunehmenden Selbstdefinitionen nicht-heteronormativ-lebender Menschen lösen Irritationen, Unsicherheiten, Ängste und manchmal sogar Widerstände aus. Zugleich machen sie gesellschaftliche Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Identität_en sichtbar, benennbar und damit verstehbar. Gerade für junge Menschen, bietet diese (neue) Vielfalt scheinbar ganz neue Möglichkeitenmder Identitätsbildung und -inszenierung, allerdings auch das Potential für Verwirrung, Orientierungslosigkeit und Missverständnisse. Fachkräfte der Jugendhilfe müssen und möchten junge Menschen verstehen, um sie bei ihrer Suche und Identitätsbildung unterstützen zu können. 

Das Recht auf Bildung gilt überall!

Appell der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge zum Weltkindertag

 Mit dem Förderprogramm „Integration junger Geflüchteter durch Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“ fördert das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW seit dem Jahr 2016 verstärkt den Zugang zu Angeboten der Jugend(sozial)arbeit für junge Menschen mit Fluchthintergrund. Mit niedrigschwelligen Freizeitangeboten zur Förderung des Spracherwerbs und der Sozialkompetenzen wurde das Fundament zur Integration von jungen Geflüchteten gelegt.

Getrübt wird diese positive Entwicklung dadurch, dass mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen in den Landesunterkünften das Recht auf Bildung und damit ihr Schulbesuch monate-, teils jahrelang vorenthalten wird. Die Aktionsgemeinschaft fordert, wie bereits 2017, die Schulpflicht von Anfang an und ein Ende solcher Verstöße gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Zudem werden außerschulische Bildungsangebote noch zu selten in den Alltag der Aufnahmeeinrichtungen miteinbezogen. „Dass in Nordrhein-Westfalen die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher gelingen kann, zeigt der Beitrag der Jugendarbeit in aller Deutlichkeit. Trotz dieser Erfolge können wir nicht über die Lage der Kinder und Jugendlichen in den Landesunterkünften hinwegsehen. Hier wird das Kinderrecht auf Bildung missachtet.“, erklärt Ilka Brambrink, Sprecherin der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW. 

Die Landesregierung darf nicht nachlassen, in die Bildung aller Geflüchteter von Anfang an zu investieren und diese systematisch weiterzuentwickeln. Es fehlen Strategien, die Lücken in den Bildungsbiographien Geflüchteter zu überbrücken. Als Zusammenschluss von Trägern der außerschulischen Bildungsarbeit sind wir gerne bereit, unsere Expertise für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einzubringen.

Auf der Straße zuhause?!

Unter diesem Motto macht die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit vom 17.09. – 21.09.18 NRW-weit auf Problemlagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufmerksam, die den öffentlichen Raum für Treffen mit anderen Jugendlichen in ihrer Freizeitnutzen oder sogar ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Die Initiatoren möchten mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass in den Innenstädten und Ortskernen in NRW immer weniger Freiräume für jugendliche Aktivitäten zu finden sind. Vor dem Hintergrund, dass jugendtypische Nutzung als störend empfunden wird, werden viele öffentliche Orte zunehmend reglementiert und Jugendliche und junge Erwachsene vertrieben.

Trotzdem bleiben öffentliche Plätze für Jugendliche wichtige Freizeitorte, an denen sie sich mit ihren Freunden treffen und als Clique Zeit verbringen können.

Neben dieser Nutzung als Freizeitort gibt es aber auch zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene, für die der öffentliche Raum tatsächlich Lebensraum ist. Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist in dieser Bevölkerungsgruppe ein steigendes Problem. Es fehlen Unterbringungsmöglichkeiten und bezahlbarer Wohnraum, um akute Wohnungs- oder Obdachlosigkeit kurzfristig zu beseitigen.

Bei der Aktionswoche informieren die Fachkräfte an den jeweiligen Infoständen auch über ihre eigene Arbeit vor Ort und stellen das Netzwerk der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V. vor.

Vorgezogene Antragstellung 2019

Für Gedenkstättenfahrten und Angebote im Rahmen der internationalen Jugendarbeit, die im 1. Halbjahr 2019 stattfinden sollen, rufen die Landesjugendämter zur vorzeitigen Antragstellung auf. Anträge sollten bis zum 15. Oktober 2018 gestellt werden, allerdings ist dieses Datum keine Ausschluss-Frist.

Die entsprechenden Antragsunterlagen finden Sie

>hier für den LVR
>hier für den LWL.

Sonderprogramm „Digitale Modernisierung“ des Landes NRW

Das NRW-Jugendministerium fördert die Sanierung und „digitale Modernisierung“ in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Vor allem zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in diesen Einrichtungen stellt das Land in 2018 Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung.

Anträge können bis 01. Oktober 2018 beim jeweils zuständigen Landesjugendamt eingereicht werden. 

Unterlagen LVR
Unterlagen LWL

Zukunft der Schulsozialarbeit gestalten

Der Landtags-Ausschuss „Schule und Bildung“ befasst sich am 14. März 2018 im Rahmen einer Anhörung mit dem Thema „Zukunftskonzept Schulsozialarbeit erarbeiten“. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet, die unten zum Download zur Verfügung steht.

Aus Sicht der LAG JSA NRW bildet sich die viel zitierte und häufig beschworene intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule – im Bereich der Schulsozialarbeit vor allem die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit – im Rahmen dieser Anhörung nicht ab. Für einen zukünftigen Fachdialog zu diesem Thema erwarten wir, dass die politisch Handelnden diesem Anspruch gerecht werden.

  Stellungnahme "Schulsozialarbeit" (691,7 KiB, 776 hits)

Info-Veranstaltung zur Beschulung junger Zuwanderer

Rund dreißig Fachkräfte aus den Jugendmigrationsdiensten in NRW kamen heute nach Köln, um sich über die Beschulungsmöglichkeiten junger Zuwanderer im Alter von 16-25 Jahren zu informieren. Ute Wohlgemuth, Referatsleiterin im NRW-Schulministerium, informierte die Teilnehmenden nicht nur über die Umsetzung des Bildungsangebotes „Fit für mehr“, dass im Februar dieses Jahres gestartet ist. Auch weitere Bildungsmöglichkeiten, die jungen Zugewanderten an Berufskollegs und anderen Bildungsinstitutionen wie VHS oder Abendschulen zur Verfügung stehen, wurden thematisiert. Die vielen Nachfragen, Schilderungen von Situationen in der täglichen Praxis und auch kritischen Rückmeldungen machen deutlich, dass es sowohl in der schulischen, aber auch in der beruflichen Ausbildung sowie in der gesellschaftlichen Integration junger Zugewanderter noch großen Handlungsbedarf gibt. „Hier sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen von Schul-, Arbeit- und Jugendministerium sowie der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit notwendig.“ so Stefan Ewers, Vorstandsmitglied der LAG JSA NRW.

  Präsentation Info-Veranstaltung (1,1 MiB, 813 hits)

Aufruf 2017 für Teilnahme von geflüchteten Kindern und Jugendlichen an Ferienfreizeiten

Unter dem Motto „Kommt mit! – Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen“ bittet die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW, der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW angehört, alle kommunalen Ausländerbehörden um eine großzügige und transparente Auslegung des geltenden Rechts! Berichte aus der Praxis über die Behinderung der Reisefreiheit von geflüchteten jungen Menschen beunruhigen die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft. Jugendgruppen, die in den Ferien von NRW aus ins Ausland reisen, müssen je nach Aufenthaltsstatus bei der zuständigen Ausländerbehörde oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Genehmigung einholen. Der im Asylrecht geltende Satz, »Bedingungen und Auflagen können angeordnet werden«, wird von den Ausländerbehörden in der Praxis noch immer unterschiedlich gehandhabt. Der aktuelle Aufruf steht als download unten zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema „Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche finden Sie auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft.

170403_Aufruf_Ferienfreizeiten_2017

Forderungen zur NRW-Landtagswahl 2017

Passend zum Wahlkampfauftakt in NRW richtet sich die Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen mit gemeinsamen Forderungen an die zukünftigen Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im neuen Landtag.

Mit Blick auf die Lebenslagen benachteiligter junger Menschen fordert die Jugendsozialarbeit in NRW,

  • die Angebote der Jugendsozialarbeit bedarfsgerecht auszuweiten,
  • die Zusammenarbeit der Rechtkreise SGB II, SGB III und SGB VIII unter Moderation der Jugendhilfe zu intensivieren,
  • die soziale Arbeit an Schulen als Aufgabe der Jugendhilfe verlässlich abzusichern,
  • Ausbildung zu ermöglichen und eine Ausbildungsabgabe zu prüfen,
  • die Integration junger Geflüchteter und neu zugewanderter junger Menschen besser abzustimmen und flexibler zu gestalten sowie
  • die Angebote der Jugendsozialarbeit finanziell abzusichern.

Die detaillierten Forderungen finden Sie hier zum Download.

  Forderungen zur Landtagswahl 2017 (65,2 KiB, 162 hits)