Die Brücke Menschlichkeit und die Hürde Bürokratie

Fachtagung in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr ist ein großer Erfolg:
Diskussion zu Chancen und Grenzen der Jugend(sozial)arbeit mit jungen Geflüchteten

MÜLHEIM/RUHR. „Ihr seid Brückenbauer“, lobte Oberbürgermeister Ulrich Scholten die über 600 Gäste aus ganz NRW zu Beginn der ersten Fachtagung zu Chancen und Grenzen der Jugend(sozial)arbeit mit jungen Geflüchteten in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr. Unter dem Motto „Viel erreicht! Viel zu tun!“ wurden von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern Erfahrungen ausgetauscht und Forderungen an die Politik formuliert. Der Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in NRW, Dr. Joachim Stamp, sagte explizit zu, dass der Jugend(sozial)arbeit in NRW weiterhin die Unterstützung der Politik zu teil wird. weiterlesen…

Vorgezogene Antragstellung 2019

Für Gedenkstättenfahrten und Angebote im Rahmen der internationalen Jugendarbeit, die im 1. Halbjahr 2019 stattfinden sollen, rufen die Landesjugendämter zur vorzeitigen Antragstellung auf. Anträge sollten bis zum 15. Oktober 2018 gestellt werden, allerdings ist dieses Datum keine Ausschluss-Frist.

Die entsprechenden Antragsunterlagen finden Sie

>hier für den LVR
>hier für den LWL.

Sonderprogramm „Digitale Modernisierung“ des Landes NRW

Das NRW-Jugendministerium fördert die Sanierung und „digitale Modernisierung“ in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Vor allem zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in diesen Einrichtungen stellt das Land in 2018 Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung.

Anträge können bis 01. Oktober 2018 beim jeweils zuständigen Landesjugendamt eingereicht werden. 

Unterlagen LVR
Unterlagen LWL

Anregungen für ein Zukunftskonzept Schulsozialarbeit

Bereits im März 2018 hat sich die LAG Jugendsozialarbeit NRW mit einer Stellungnahme zur Zukunft der Schulsozialarbeit in NRW zu Wort gemeldet. In den zurückliegenden Monaten wurden die in der Stellungnahme formulierten Forderungen konkretisiert und weiterentwickelt. Daraus sind Anregungen für ein Zukunftskonzept Schulsozialarbeit entstanden, die wir Ihnen hier zur Verfügung stellen.

Aufruf Ferienfreizeiten der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW

Kommt mit!
Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen

Die „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW“ ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzusuchen, in ihre Aktivitäten einzubeziehen und so eine Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Aktionsgemeinschaft fordert alle kommunalen Ausländerbehörden auf, im Rahmen einer Ermessensentscheidung die Erlaubnis zu erteilen, an einer Fahrt ins Ausland teilzunehmen.

Den Aufruf können Sie hier herunterladen.180409_Aufruf_Aktionsgemeinschaft_Ferienfreizeiten_2018

 

Keine Kürzungen bei der Berufsförderung benachteiligter Jugendlicher!

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales plant massive Einschnitte bei den Förderprogrammen für benachteiligte Jugendliche. In einer Pressemitteilung fordert die Freie Wohlfahrtspflege in NRWdazu auf, bei der Berufsförderung benachteiligter junger Menschen nicht zu kürzen.
So soll die Anzahl der Plätze in Produktionsschulen von bislang 2.800 auf zukünftig nur noch etwa 1.600 im Programm „Werkstattjahr neu“ reduziert werden. Einhergehen soll diese Veränderung mit einer Begrenzung der Zugangsmöglichkeiten: konnten bisher junge Menschen bis 25 Jahre gefördert werden, soll dies in Zukunft nur noch für maximal 18-Jährige möglich sein. So sollen 6 Millionen Euro im Jahr gespart werden. Gleichzeitig hat das Ministerium am 31. Januar im NRW-Sozialausschuss bekannt gegeben, dass das Programm „Jugend in Arbeit plus“ Ende 2018 beendet wird. Gerade aber „Jugend in Arbeit plus“ richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich besonders schwer tun, einen Jobeinstieg zu finden oder in der Berufsausbildung scheitern. Das seit vielen Jahren bewährte Programm bietet den jungen Menschen Beratung und Vermittlung in eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 

Andrea Schaffeld, Sprecherin der LAG JSA NRW: „Die LAG Jugendsozialarbeit NRW unterstützt ausdrücklich die Position der Freien Wohlfahrtspflege. Die Altersbegrenzung im „Werkstattjahr neu“ grenzt benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf aus und die Instrumente des SGB II (Aktivierung) geben ihnen keine Perspektive. Eine Platzreduzierung, die nur durch die Altersbegrenzung begründet ist, spart Geld bei den ESF-Mitteln und verursacht langfristig Kosten im SGB II, wenn die Übergänge nicht gelingen.“

  Pressemitteilung Produktionsschule/Werkstattjahr (348,6 KiB, 799 hits)

 

Impressionen „Rausgeflogen und kein Dach über´m Kopf“

Über 100 teilnehmende Fachkräfte aus Jugendsozialarbeit, Streetwork und Notschlafstellen setzten sich heute in Essen mit der Situation junger wohnungsloser Menschen in NRW auseinander. Zwei Drittel der Straßenjugendlichen sind männlich, auch wenn im Alter bis etwa 19 Jahren mehr Mädchen und junge Frauen wohnungslos sind oder auf der Straße leben. Außerdem war in aktuellen Studien kein großer Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen festzustellen, so Prof. Dr. Birgit Reißig vom DJI.

Nach einem Expertengespräch mit Vertreter_innen aus Notschlafstellen in Bochum, Dortmund und Essen vertieften die Teilnehmenden in drei Workshops verschiedene Aspekte der Arbeit mit wohnungslosen jungen Menschen.

Hier die ersten Impressionen der heutigen Tagung. In Kürze werden wir hier die Tagungsdokumentation und weiterführende Links zur Verfügung stellen.

 

Fachtag „Situation wohnungsloser junger Menschen in NRW. (R)ausgeflogen und jetzt ohne Dach über’m Kopf!?“ am 06.02.2018 in Essen

Junge Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, sind alles andere als ein seltenes Phänomen. Die Situation dieser jungen Menschen ist oftmals auf den ersten Blick nicht leicht ersichtlich. Sie haben zwar keinen festen Wohnsitz, leben aber auch nicht zwangsläufig auf der Straße, sondern finden irgendwo einen Schlafplatz – zum Beispiel bei Freunden oder Bekannten. Mit einem Fachtag möchten wir nicht nur auf die Situation vieler wohnungsloser junger Menschen in NRW aufmerksam machen. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW und die LAG Streetwork NRW laden Sie mit interessanten Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis zu einem lebendigen Fachdialog ein: Worauf es ankommt, um wohnungslose junge Menschen zu erreichen, was es an Rahmenbedingungen braucht, um bedarfsorientiert arbeiten zu können und welche Hindernisse und Stolpersteine gerade an den Schnittstellen der relevanten Rechtskreise warten. Zu diesen und weiteren Schwerpunkten stehen erfahrene Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis Rede und Antwort. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit einem Infomarkt, Fachbeiträgen und drei Praxis-Fachforen. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldeverfahren entnehmen Sie dem Flyer.

180206_Flyer_Fachtag Wohnungslose junge Menschen_LAG JSA

 

 

Dokumentation Fachtagung „Inklusion aus Sicht der Schul- und Jugendsozialarbeit“

Hier finden Sie folgende Unterlagen zur Dokumentation der Fachtagung, die mit ca. 50 Teilnehmenden am 3. Juli 2017 in der Zeche Carl in Essen durchgeführt wurde:

  Präsentation "Mission Inklusion" (338,3 KiB, 235 hits)

  Abschrift Wandzeitung (56,6 KiB, 126 hits)

  Einladung (771,4 KiB, 111 hits)

  Ablauf (41,5 KiB, 254 hits)

 

Jungen Geflüchteten den Zugang zu Bildung ermöglichen!

Appell zum Weltkindertag 2017

Flüchtlingskinder sollen möglichst schnell den Zugang zu Bildungseinrichtungen bekommen. Das fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW anlässlich des Weltkindertags am 20. September 2017. Sie appelliert an die neue nordrhein-westfälische Landesregierung, ihr Koalitionsversprechen einzulösen und alle Kinder in NRW, unabhängig von der Herkunft der Eltern, bestmöglich und individuell zu fördern – so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Noch immer leben in Nordrhein-Westfalen viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Kriegen, Diktaturen, Terror und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen mussten, in Landesaufnahme-Einrichtungen. Bisher ist dort kein Schulunterricht vorgesehen – obwohl die Chancengleichheit für alle Kinder in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben ist. Gegen diese bisherige Praxis spricht sich die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW gemeinsam mit anderen Fachorganisationen vehement aus. Eine kontinuierliche Schulbildung sorgt nach Auffassung der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW dafür, dass Bildungsbiografien geflüchteter Kinder und Jugendlicher nicht unterbrochen werden müssten. Nur so könnten gute Voraussetzungen für erfolgreiche Lebenswege geschaffen werden.

Der Appell zum Weltkindertag steht hier zum Download zur Verfügung.170920_Appell_Aktionsgemeinschaft_2017