Schule für Alle und von Anfang an!

Flüchtlingsrat NRW übergibt Forderungspapier an neue NRW-Landesregierung

In den Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW greift – nach geltender Gesetzeslage – keine Schulpflicht. Ein Anspruch auf regulären Schulbesuch besteht in Nordrhein-Westfalen erst nach Zuweisung zu einer Kommune. Damit bleiben immer mehr Flüchtlinge über einen immer längeren Zeitraum von der Schule ausgeschlossen.  In einem Forderungspapier zur Beschulung von Kindern und Jugendlichen in den Landesaufnahmeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen appellieren der Flüchtlingsrat NRW e.V. und 11 weitere Institutionen an die Landesregierung, u.a. die LAG Jugendsozialarbeit NRW, Beschulung von Anfang an zu gewährleisten.  Die Hauptforderungen sind:

  • Gesetzesanpassung: Schulpflicht ab Aufnahme in der Landesaufnahmeeinrichtung
  • Beschulung zeitnah in regulären Schulen
  • Beschulung durch qualifiziertes Lehrpersonal in den Landesaufnahmeeinrichtungen, während ein Schulplatz an einer regulären Schule gefunden wird
  • zügige kommunale Zuweisung
  • kommunale Zuweisung vorrangig in die Kommunen, in der die Kinder und Jugendlichen noch während der Unterbringungen in den Landesaufnahmeeinrichtungen zur Schule gehen

Die Landesregierung NRW ist gefordert, jetzt zu handeln, um Langzeitfolgen sowohl für die Betroffenen als auch für die Aufnahmegesellschaft zu vermeiden. In der Anlage die Pressemitteilung des Flüchtlingsrates und das Forderungspapier

170829_Forderungspapier zur Beschulung in Landesaufnahmeeinrichtungen

170828_Pressemitteilung_Forderungspapier_-Schule_fuer_Alle_und_von_Anfang_an

Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge fordert Abschiebestopp

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, zu der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW gehört, fordert die neue Landesregierung auf, nicht nach Afghanistan abzuschieben und sich für einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan einzusetzen.

Eine Abschiebung in Sicherheit und Würde sei in Afghanistan derzeit nicht gewährleistet. Die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich – nicht nur durch den Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai dieses Jahres – sehr verschlechtert. Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan sei weiterhin sehr hoch. Vor allem beobachtet die Aktionsgemeinschaft mit großer Sorge eine starke Verunsicherung unter jungen Afghanen, die sich hier in Deutschland in Integrationsmaßnahmen befinden und auf ihre Anerkennung warten. Permanente Androhung einer Abschiebung und Unklarheit fördern einen Zustand der Angst und Hoffnungslosigkeit.

Die Stellungnahme steht unten zum Download zur Verfügung.

  Stellungnahme (105,5 KiB, 90 hits)

Info-Veranstaltung zur Beschulung junger Zuwanderer

Rund dreißig Fachkräfte aus den Jugendmigrationsdiensten in NRW kamen heute nach Köln, um sich über die Beschulungsmöglichkeiten junger Zuwanderer im Alter von 16-25 Jahren zu informieren. Ute Wohlgemuth, Referatsleiterin im NRW-Schulministerium, informierte die Teilnehmenden nicht nur über die Umsetzung des Bildungsangebotes „Fit für mehr“, dass im Februar dieses Jahres gestartet ist. Auch weitere Bildungsmöglichkeiten, die jungen Zugewanderten an Berufskollegs und anderen Bildungsinstitutionen wie VHS oder Abendschulen zur Verfügung stehen, wurden thematisiert. Die vielen Nachfragen, Schilderungen von Situationen in der täglichen Praxis und auch kritischen Rückmeldungen machen deutlich, dass es sowohl in der schulischen, aber auch in der beruflichen Ausbildung sowie in der gesellschaftlichen Integration junger Zugewanderter noch großen Handlungsbedarf gibt. „Hier sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen von Schul-, Arbeit- und Jugendministerium sowie der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit notwendig.“ so Stefan Ewers, Vorstandsmitglied der LAG JSA NRW.

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Einladung zur Arbeitstagung Inklusion – Bestandsaufnahme und Veränderungsbedarfe

Am Montag, 3. Juli 2017, veranstaltet die LAG JSA NRW in Essen eine Fachtagung mit dem Titel „Inklusion aus Sicht der Schul- und Jugendsozialarbeit. Eingeladen sind Fach- und Führungskräfte aus dem Arbeitsfeld der schulbezogenen Jugendsozialarbeit. Neben dem notwendigen Austausch über die Realitäten der inklusiven Schule sollen Perspektiven und Forderungen entwickelt werden, die die Rahmenbedingungen verbessern.

In den letzten Jahren ist die „Inklusion“ in NRW in den Schulen umgesetzt worden. Die Diskussionen über die Realisierung einer „inklusiven Schule“ sind dabei längst nicht abgeschlossen. Zeitgleich wurden Hauptschulen geschlossen (viele haben diesen Prozess noch nicht ganz abgeschlossen) und Sekundar- und Gesamtschulen neu aufgebaut. Die Veränderungen in der Schullandschaft sind groß. Die Angebote der schulbezogenen Jugendsozialarbeit (schulbezogene JSA, Projekte zur Vermeidung schulischen Scheiterns, Schulmüdenprojekte) haben diese Veränderungen begleitet, ohne selbst Einfluss nehmen zu können. Die Fachkräfte in diesen Angeboten haben viele Erfahrungen mit der Inklusion gemacht und sind Fachleute, um die Frage zu beantworten „was brauchen wir, damit soziale Arbeit an einer inklusiven Schule gelingt ?“ Die LAG JSA NRW lädt alle Fach- und Führungskräfte aus dem Arbeitsfeld der schulbezogenen Jugendsozialarbeit zu einer Arbeitstagung ein. Neben dem notwendigen Austausch über die Realitäten der inklusiven Schule, sollen Perspektiven und Forderungen entwickelt werden, die die Rahmenbedingungen verbessern. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldung entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

  Fachtagung Inklusion (771,4 KiB, 253 hits)

Rückblick: LAG JSA NRW beim DJHT 2017

Unter dem Motto „22 Mio. Junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten“ fand vom 28.-30. März in der Messe Düsseldorf der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW war mit einem Messestand auf der Aktionsfläche des Jugendministeriums NRW beteiligt. Das Fachpublikum und viele Besucher des DJHTs zeigten sich sehr interessiert an der Schriftenreihe „Kontext“ der LAG Jugendsozialarbeit. Aktuell und passend zur Thematik des Fachforums „Abgehängt – und nix zu machen? Wie ausgegrenzte junge Menschen die Jugendhilfe an ihre Grenzen bringen – und was man tun kann“ erschien in der Reihe Kontext #8 der Fachreader „zurzeit nicht erreichbar…? von denen wir mehr als 600 Exemplare verteilen konnten. Viele Gespräche und die gemeinsame Fachveranstaltung mit dem Paritätischen Gesamtverband hinterließen bei den Beteiligten der LAG JSA NRW einen sehr zufriedenstellenden Eindruck. Als Download stellen wir hier, die beim Fachforum gezeigten Filmbeiträge und die von Frau Prof. Dr. Reissig vom DJI und Frau Köhler von der FH Nürnberg vorgestellten PowerPointPräsentationen zur Verfügung.

170329_Juhitag2017_Reißig_Hoch(3)

DJI-Studie zu Straßenjugendlichen 2. Zwischenbericht

170329_Koehler_Präsentation_Weiterentwicklung der JSA_DJHT 2017

Videobeitrag: Ohne Wohnung keine Perspektive (Herne)

Videobeitrag: Mit Beratung, Bildung und Arbeit eine Perspektive entwickeln (Hamburg)

Videobeitrag: „STREET COLLEGE. Selbstbestimmt und partizipativ zum Hauptschulabschluss (BBR)“ (Berlin)

Aufruf 2017 für Teilnahme von geflüchteten Kindern und Jugendlichen an Ferienfreizeiten

Unter dem Motto „Kommt mit! – Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen“ bittet die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW, der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW angehört, alle kommunalen Ausländerbehörden um eine großzügige und transparente Auslegung des geltenden Rechts! Berichte aus der Praxis über die Behinderung der Reisefreiheit von geflüchteten jungen Menschen beunruhigen die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft. Jugendgruppen, die in den Ferien von NRW aus ins Ausland reisen, müssen je nach Aufenthaltsstatus bei der zuständigen Ausländerbehörde oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Genehmigung einholen. Der im Asylrecht geltende Satz, »Bedingungen und Auflagen können angeordnet werden«, wird von den Ausländerbehörden in der Praxis noch immer unterschiedlich gehandhabt. Der aktuelle Aufruf steht als download unten zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema „Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche finden Sie auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft.

170403_Aufruf_Ferienfreizeiten_2017

Forderungen zur NRW-Landtagswahl 2017

Passend zum Wahlkampfauftakt in NRW richtet sich die Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen mit gemeinsamen Forderungen an die zukünftigen Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im neuen Landtag.

Mit Blick auf die Lebenslagen benachteiligter junger Menschen fordert die Jugendsozialarbeit in NRW,

  • die Angebote der Jugendsozialarbeit bedarfsgerecht auszuweiten,
  • die Zusammenarbeit der Rechtkreise SGB II, SGB III und SGB VIII unter Moderation der Jugendhilfe zu intensivieren,
  • die soziale Arbeit an Schulen als Aufgabe der Jugendhilfe verlässlich abzusichern,
  • Ausbildung zu ermöglichen und eine Ausbildungsabgabe zu prüfen,
  • die Integration junger Geflüchteter und neu zugewanderter junger Menschen besser abzustimmen und flexibler zu gestalten sowie
  • die Angebote der Jugendsozialarbeit finanziell abzusichern.

Die detaillierten Forderungen finden Sie hier zum Download.

  Forderungen zur Landtagswahl 2017 (65,2 KiB, 144 hits)

16 h SGB II im Interesse junger Menschen und nach den Prinzipien der Jugendsozialarbeit umsetzen

Eine Arbeitshilfe für Träger im Arbeitsfeld Jugendsozialarbeit

Mit dem § 16 h SGB II ist im August 2016 ein neuer Fördertatbestand in das SGB II aufgenommen worden, der sich an jungen Menschen unter 25 Jahren richtet, die von den Angeboten der Sozialleistungssysteme derzeit (zumindest zeitweise) nicht erreicht werden. Ihnen sollen passgenaue Betreuungs- und Unterstützungsleistungen angeboten werden, damit sie ihre bestehende individuelle Schwierigkeiten überwinden, Hilfe annehmen und nach Möglichkeit eine schulische und/oder berufliche Qualifikation abschließen können. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit präsentiert eine Arbeitshilfe zur Umsetzung des § 16 h SGB II vor Ort.

Die Arbeitshilfe finden Sie unten zum Download.

http://www.jugendsozialarbeit.de/media/raw/Arbeitshilfe_Umsetzung_pp_16_h_SGB_II.pdf

LAG Jugendsozialarbeit NRW mit eigenem Stand auf dem DJHT vertreten

Vom 28. bis 30. März 2017 findet in Düsseldorf der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag unter dem Motto „22 MIO.JUNGE CHANCEN – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten“ statt.
Auf dem diesjährigen DJHT in Düsseldorf wird LAG JSA NRW mit einem eigenen Messestand (Halle 3, Aktionsfläche des MFKJKS NRW) vertreten sein. Außerdem veranstaltet die LAG JSA NRW gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband ein Fachforum „Abgehängt – und nix zu machen? Wie ausgegrenzte junge Menschen die Jugendhilfe an ihre Grenzen bringen – und was man tun kann“. Nähere Informationen zu dem Fachforum finden Sie unter https://express2.converia.de/frontend/index.php?page_id=2136&v=List&do=15&day=394&ses=34532#

Brandaktuell veröffentlicht die LAG JSA NRW passend zum Thema des Fachforums den Fachreader „zurzeit nicht erreichbar… ?“ über marginalisierte Jugendliche in der Jugendhilfe. Eine online-Version finden Sie auf der Homepage www.jugendsozialarbeit-nrw.de

„zurzeit nicht erreichbar…?“ – ein Fachreader zu den marginalisierten Jugendlichen in der Jugendhilfe

Mit dieser aktuellen Veröffentlichung der LAG Jugendsozialarbeit NRW in der Reihe „Kontext“ fasst die LAG die wichtigsten Beiträge der Herbsttagung „Junge Menschen am Rand“ sowie einige weitere aktuell interessante Beiträge zu dem Thema auf. Gedruckte Exemplare können Sie unter der Adresse der Geschäftsstelle der LAG Jugendsozialarbeit NRW bestellen. Unten können Sie sich aber auch die Veröffentlichung downloaden.

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