Zukunft der Schulsozialarbeit gestalten

Der Landtags-Ausschuss „Schule und Bildung“ befasst sich am 14. März 2018 im Rahmen einer Anhörung mit dem Thema „Zukunftskonzept Schulsozialarbeit erarbeiten“. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet, die unten zum Download zur Verfügung steht.

Aus Sicht der LAG JSA NRW bildet sich die viel zitierte und häufig beschworene intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule – im Bereich der Schulsozialarbeit vor allem die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit – im Rahmen dieser Anhörung nicht ab. Für einen zukünftigen Fachdialog zu diesem Thema erwarten wir, dass die politisch Handelnden diesem Anspruch gerecht werden.

  Stellungnahme "Schulsozialarbeit" (691,7 KiB, 583 hits)

Kooperationsverbund Schulsozialarbeit veröffentlicht Leitlinien

Der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit hat „Leitlinien für Schulsozialarbeit“ veröffentlicht. Damit will er zur Stärkung des Handlungsfeldes Schulsozialarbeit beitragen und Sicherheit in der Benennung von Leitlinien und Standards geben. Die „Leitlinien für Schulsozialarbeit“, die sich an alle am Schulleben beteiligen Personen richten, sollen darüber hinaus einen Beitrag zur Verstetigung und Weiterentwicklung von Schulsozialarbeit und zur Verbesserung ihrer Qualität im jeweiligen Lern- und Lebensraum Schule leisten.
Quelle: Kooperationsverbund Schulsozialarbeit

Förderung der sozialen Arbeit an Schulen: Hinweise des MAIS

Zur Finanzierung sozialer Arbeit an Schulen stellt das Land Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2015 bis 2017 jährlich jeweils 47,7 Mio. € befristet zur Verfügung. Im Rahmen eines landeseigenen Förderprogrammes soll zielgruppenorientierte Jugendarbeit an Schulen zum Ausgleich sozialer Benachteiligung zu gewährleistet und so Chancengleichheit auf Bildung und Teilhabe unterstützt werden.

Vor allem sollen die Aufgaben von Bildungs- und Teilhabeberaterinnen und -beratern wahrgenommen werden, die insbesondere dann gegeben sind, wenn

  • die Leistungen nach § 28 SGB II bzw. § 6b BKGG vermittelt werden, 

  • die gesellschaftliche und arbeitsmarktliche Integration durch Bildung erfolgt, 

  • Bildungsarmut und soziale Exklusion vermieden bzw. verringert werden.

Darüber hinaus können weitere Aufgaben übernommen werden, die den mit dem Landesprogramm verknüpften präventiven Ansatz unterstützen. Zum Beispiel


  • Mitwirkung bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von systemisch 
angelegten Förderkonzepten und Angeboten zur Vorbeugung, Vermeidung und Bewältigung von Lernschwierigkeiten, Lernstörungen und Verhaltensstörungen sowie zu besonderen Begabungen. 

  • sozialpädagogische Hilfen für Schülerinnen und Schüler, in der Regel in Form offener Freizeitangebote oder Projektarbeit. 

  • in Einzelfällen spezielle Hilfen für Kinder, Jugendliche und deren Familien in Kooperation mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe und mit anderen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Trägern. 

  • die Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Kontext.


Die Hinweise in schriftlicher Form finden Sie >hier.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW

Schulsozialarbeit in NRW nachhaltig verankern!

Die LAG Jugendsozialarbeit NRW begrüßt die Entscheidung der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände, die Schulsozialarbeit ab 2015 in den nächsten drei Jahren mit rund 67,5 Mio. Euro pro Jahr zu finanzieren. “Endlich lässt die Landesregierung ihrer Überzeugung, dass Schulsozialarbeit eine wichtige Arbeit leistet und Bildung mehr ist als Unterricht, auch eine finanzielle Förderung folgen. Leider kommt diese Ankündigung für viele Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die bis Ende 2014 über das Bildungs- und Teilhabepaket beschäftigt sind, zu spät, denn sie haben sich bereits beruflich nach anderen Stellen umgesehen. Eine weitere kontinuierliche Begleitung der Schülerinnen und Schüler, zu denen die Fachkräfte auch das erforderliche Vertrauen aufgebaut haben, ist nun nicht mehr möglich“, so Stefan Ewers, Sprecher der LAG Jugendsozialarbeit NRW. Mit dem dreijährigen Programm sei leider wieder keine nachhaltige Umsetzung von Schulsozialarbeit erreicht worden. Um endlich für alle Schülerinnen und Schüler einen notwendigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit zu leisten, tritt die LAG Jugendsozialarbeit NRW daher für eine flächendeckende und langfristige Verankerung von Schulsozialarbeit an allen Schulformen ein. „Wir fordern zudem, Schulsozialarbeit im Sinne einer schulbezogenen Jugendsozialarbeit durch freie Träger der Jugendhilfe unter der Maßgabe des Fachkräftegebots durchzuführen und im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans NRW weiter zu entwickeln“, so Ewers weiter.

Die Pressemitteilung steht ->hier zum Download zur Verfügung.

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert: „Ausbau statt Abbau – Schulsozialarbeit sichern und entwickeln!“

Schulsozialarbeit unterstützt das soziale Zusammenleben, fördert Chancengleichheit, trägt dazu bei, Schulabbrüche zu vermeiden und erweitert Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven für alle Kinder und Jugendlichen. Mit Hilfe der vom Bund zur Verfügung gestellten zusätzlichen Finanzmittel im Kontext des sogenannten Bildungs‐ und Teilhabepakets (BuT) wurden seit 2011 rund 3000 Stellen in der Schulsozialarbeit geschaffen. Durch die Ende 2013 auslaufende Finanzierung des Bundes sind diese Stellen in ihrem Fortbestand akut bedroht.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert Bund, Länder und Kommunen auf,

  1. aktuell vorhandene Restmittel aus dem BuT 2012/2013 möglichst unbürokratisch für die Weiterführung der Schulsozialarbeit zur Verfügung zu stellen,
  2. für eine langfristige Absicherung der neu geschaffenen Stellen zu sorgen sowie
  3. den nachhaltigen, personellen und qualitativen Ausbau der Schulsozialarbeit voran zu bringen.

Das Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Quelle: Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Schulsozialarbeit im Kontext des Bildungs- und Teilhabepaketes Erfahrungen und Empfehlungen für die kommunale Praxis

Fachveröffentlichung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes:

Schulsozialarbeit im Kontext des Bildungs- und Teilhabepaketes

Erfahrungen und Empfehlungen für die kommunale Praxis

Seit Jahren gibt es bundesweit unterschiedlichste Anstrengungen und Ansätze, Schulsozialarbeit / Jugendsozialarbeit an Schulen zu etablieren. Großes Hemmnis bleibt die Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung. Im Rahmen des Vermittlungsverfahrens zum Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen wurde vereinbart, den Bundesländern von 2011 bis 2013 jährlich 400 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Mit der Möglichkeit Schulsozialarbeit im Kontext des BuT realisieren zu können, bleibt allerdings offen, ob unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein „Schub“ für Schulsozialarbeit im Sinne eines fachlich überzeugenden und nachhaltigen Angebotes für die Zielgruppe der Jugendsozialarbeit ausgelöst werden kann. In der Fachveröffentlichung des Bundeskoordinatorenteam

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Schulsozialarbeit bundesweit sicherstellen! Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht Handlungsbedarf zur besseren Förderung und Teilhabe junger Menschen in der Schule

Anlässlich der aktuellen Veröffentlichung des 14. Kinder- und Jugendberichtes fordert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit erneut die bundesweite Absicherung und den Ausbau der Schulsozialarbeit. „Wir begrüßen die Stellungnahme der Sachverständigenkommission, die auf die wichtige Funktion der Jugendsozialarbeit bei der Koordination des Übergangs von der Schule in Ausbildung hinweist“, so Walter Würfel, Sprecher des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit. „Ebenso teilen wir die Auffassung der Kommission, dass die Förderung der Schulsozialarbeit auch über das Jahr 2013 hinaus erfolgen muss.“ weiterlesen…

Schulmüde Jugendliche – was tun? Fachtagung am 25./26.04.2012

Schulmüde Kinder und Jugendliche wieder an die Schule heranzuführen, ist ein wesentliches Ziel der Arbeit mit ihnen. Wenn junge Menschen nicht mehr regelmäßig zur Schule gehen, sind sie von formeller Bildung ausgeschlossen. Aktivitäten inner- und außerhalb der Schule setzen an den mittlerweile gut identifizierten Ursachen für Schulverweigerung an.

Bildung auch für diese Jugendlichen wieder neu zu ermöglichen meint, den Begriff der Inklusion aus der Engführung bezogen auf Menschen mit Handicaps zu nehmen und ihn auf alle Schüler/-innen anzuwenden. Dies kann nicht ohne die Mitwirkung der Eltern geschehen, sie zu gewinnen ist eine besondere Herausforderung.

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