Aufruf Ferienfreizeiten der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW

Kommt mit!
Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen

Die „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW“ ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzusuchen, in ihre Aktivitäten einzubeziehen und so eine Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Aktionsgemeinschaft fordert alle kommunalen Ausländerbehörden auf, im Rahmen einer Ermessensentscheidung die Erlaubnis zu erteilen, an einer Fahrt ins Ausland teilzunehmen.

Den Aufruf können Sie hier herunterladen.180409_Aufruf_Aktionsgemeinschaft_Ferienfreizeiten_2018

 

Schule für Alle und von Anfang an!

Flüchtlingsrat NRW übergibt Forderungspapier an neue NRW-Landesregierung

In den Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW greift – nach geltender Gesetzeslage – keine Schulpflicht. Ein Anspruch auf regulären Schulbesuch besteht in Nordrhein-Westfalen erst nach Zuweisung zu einer Kommune. Damit bleiben immer mehr Flüchtlinge über einen immer längeren Zeitraum von der Schule ausgeschlossen.  In einem Forderungspapier zur Beschulung von Kindern und Jugendlichen in den Landesaufnahmeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen appellieren der Flüchtlingsrat NRW e.V. und 11 weitere Institutionen an die Landesregierung, u.a. die LAG Jugendsozialarbeit NRW, Beschulung von Anfang an zu gewährleisten.  Die Hauptforderungen sind:

  • Gesetzesanpassung: Schulpflicht ab Aufnahme in der Landesaufnahmeeinrichtung
  • Beschulung zeitnah in regulären Schulen
  • Beschulung durch qualifiziertes Lehrpersonal in den Landesaufnahmeeinrichtungen, während ein Schulplatz an einer regulären Schule gefunden wird
  • zügige kommunale Zuweisung
  • kommunale Zuweisung vorrangig in die Kommunen, in der die Kinder und Jugendlichen noch während der Unterbringungen in den Landesaufnahmeeinrichtungen zur Schule gehen

Die Landesregierung NRW ist gefordert, jetzt zu handeln, um Langzeitfolgen sowohl für die Betroffenen als auch für die Aufnahmegesellschaft zu vermeiden. In der Anlage die Pressemitteilung des Flüchtlingsrates und das Forderungspapier

170829_Forderungspapier zur Beschulung in Landesaufnahmeeinrichtungen

170828_Pressemitteilung_Forderungspapier_-Schule_fuer_Alle_und_von_Anfang_an

Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge fordert Abschiebestopp

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, zu der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW gehört, fordert die neue Landesregierung auf, nicht nach Afghanistan abzuschieben und sich für einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan einzusetzen.

Eine Abschiebung in Sicherheit und Würde sei in Afghanistan derzeit nicht gewährleistet. Die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich – nicht nur durch den Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai dieses Jahres – sehr verschlechtert. Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan sei weiterhin sehr hoch. Vor allem beobachtet die Aktionsgemeinschaft mit großer Sorge eine starke Verunsicherung unter jungen Afghanen, die sich hier in Deutschland in Integrationsmaßnahmen befinden und auf ihre Anerkennung warten. Permanente Androhung einer Abschiebung und Unklarheit fördern einen Zustand der Angst und Hoffnungslosigkeit.

Die Stellungnahme steht unten zum Download zur Verfügung.

  Stellungnahme (105,5 KiB, 93 hits)

Appell zum Weltkindertag: Jungen Flüchtlingen ein Zuhause geben!

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW ruft auch in diesem Jahr anlässlich des Weltkindertages Land und Kommunen dazu auf die Rechte, die Kindern und Jugendlichen zustehen, unbesehen ihrer Nationalität und Bleiberechtsmöglichkeit umzusetzen und nicht weiter zu verletzen.

  Appell zum Weltkindertag (215,8 KiB, 177 hits)

Ratschläge und Tipps zur Teilnahme junger Geflüchteter an Ferienfreizeiten im In- und Ausland

Die katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW, Mitglied in der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW, hat ihre Arbeitshilfe mit Ratschlägen und Tipps zur Teilnahme von jungen geflüchteten an Fereinfreizeiten im In- und Ausland überarbeitet und neu aufgelegt.

  Ratschläge & Tipps Junge Geflüchtete (1,6 MiB, 178 hits)

Junge Geflüchtete haben ein Recht auf Freizeit, Erholung und Bildung

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW fordert, Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für alle geflüchteten Kinder und Jugendliche abzubauen! Sie ruft dazu auf, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche ungehindert an Ferienfreizeiten teilnehmen können. Die Aktionsgemeinschaft, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges engagiertes Bestehen feiert, hat sich kürzlich im Jugendausschuss des Landtags NRW vorgestellt. Weitere Informationen zur Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW finden sie ->hier.

  Aufruf 2016 (130,5 KiB, 140 hits)

Grenzgänge – Dokumentation der Fachtagung „jung, geflüchtet, über 18“

DieLAG Jugendsozialarbeit NRW hat sich als Veranstalter vorgenommen, mit der Tagung „jung, geflüchtet, über 18“ jenen drängenden Fragen Raum zu geben, die sie selbst bei der Vorbereitung bewegte: Wie weit dürfen sie sich als Dienstleister in der Jugendhilfe auf die Kompromisse einlassen, die aus der Not begründet werden? Brauchen nicht gerade die jungen Flüchtlinge über 18 Jahre einen besonderen Schutz? Sind sie in den Gemeinschaftsunterkünften für Erwachsene gut aufgehoben, können sie dort alters- und situationsgerecht gefördert werden? Müsste die Jugendhilfe nicht gerade hier darauf bestehen und hinweisen, dass sie auch für junge Menschen bis

27 Jahre zuständig ist? Und treffen die Vorstellungen von Hilfe der Profis und ihre Integrationsbemühungen für junge und jugendliche Flüchtlinge überhaupt die Wünsche und Bedürfnisse der Flüchtlinge selbst? Was müssen Hauptamtliche in der Jugendhilfe wissen, um adäquat beraten und reagieren zu können?

Wie groß der Bedarf an Information und Austausch bei den Fachkräften ist, zeigt sich daran, dass die Tagung der LAG Jugendsozialarbeit NRW „jung, geflüchtet, über 18“ kurz nach der Ankündigung schon ausgebucht war.

Die Dokumentation der Fachtagung steht hier zum Download zur Verfügung.

  Grenzgänge (1,1 MiB, 259 hits)

Kind ist Kind!“ – Mehr Partizipation von jungen Flüchtlingen! Appell zum Weltkindertag 2015

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW appelliert u.a. an

  • Bund, Länder und Kommunen, die Rechte für Kinder und Jugendliche, die ihnen nach der UN-Kinderrechtskonvention und auf der gesetzlichen Grundlage des Kinder- und Jugendhilferechts (SGB VIII ) in Deutschland zustehen, unbesehen ihrer Nationalität und Bleiberechtsmöglichkeit, umzusetzen.
  • die Landespolitik, den Schutz vor Gewalt gegen junge Flüchtlinge deutlich zu verstärken.
  • die Landesregierung NRW, sich weiter um die bedingungslose Aufhebung der Residenzpflicht und die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes auf Bundesebene einzusetzen und für eine humanitäre Flüchtlingspolitik angesichts der aktuellen Krisenherde zu streiten.

Den kompletten Appell finden Sie unten zum Download.

Fachtagung „jung, geflüchtet, über 18“

Was brauchen junge Flüchtlinge wirklich? Was sind ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse? Welche Aufgaben haben Kommunen und Kreise bei der Unterbringung und Begleitung junger Flüchtlinge? Welche (gesetzlichen) Rahmenbedingungen gilt es zu beachten? Und: Wie können die Träger und Einrichtungen der Jugendsozialarbeit ihr Know how in der Begleitung benachteiligter junger Menschen gerade für diese Zielgruppe einbringen?

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit NRW lässt am 22. Oktober 2015 im Rahmen der Fachtagung „jung, geflüchtet, über 18“ die Betroffenen zu Wort kommen: Flüchtlinge mit ihren Bedürfnissen und Wünschen, Kommunen mit ihren Aufgaben und Herausforderungen. Wir richten unseren Blick auf die jugendhilferechtlichen sowie die sozial-, ausländer- und asylrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Vorstellung verschiedener Good-Practice-Beispiele beim „Markt der Möglichkeiten“ dient der Information und dem Austausch.