Zukunft der Schulsozialarbeit gestalten

Der Landtags-Ausschuss „Schule und Bildung“ befasst sich am 14. März 2018 im Rahmen einer Anhörung mit dem Thema „Zukunftskonzept Schulsozialarbeit erarbeiten“. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet, die unten zum Download zur Verfügung steht.

Aus Sicht der LAG JSA NRW bildet sich die viel zitierte und häufig beschworene intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule – im Bereich der Schulsozialarbeit vor allem die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit – im Rahmen dieser Anhörung nicht ab. Für einen zukünftigen Fachdialog zu diesem Thema erwarten wir, dass die politisch Handelnden diesem Anspruch gerecht werden.

  Stellungnahme "Schulsozialarbeit" (691,7 KiB, 583 hits)

Info-Veranstaltung zur Beschulung junger Zuwanderer

Rund dreißig Fachkräfte aus den Jugendmigrationsdiensten in NRW kamen heute nach Köln, um sich über die Beschulungsmöglichkeiten junger Zuwanderer im Alter von 16-25 Jahren zu informieren. Ute Wohlgemuth, Referatsleiterin im NRW-Schulministerium, informierte die Teilnehmenden nicht nur über die Umsetzung des Bildungsangebotes „Fit für mehr“, dass im Februar dieses Jahres gestartet ist. Auch weitere Bildungsmöglichkeiten, die jungen Zugewanderten an Berufskollegs und anderen Bildungsinstitutionen wie VHS oder Abendschulen zur Verfügung stehen, wurden thematisiert. Die vielen Nachfragen, Schilderungen von Situationen in der täglichen Praxis und auch kritischen Rückmeldungen machen deutlich, dass es sowohl in der schulischen, aber auch in der beruflichen Ausbildung sowie in der gesellschaftlichen Integration junger Zugewanderter noch großen Handlungsbedarf gibt. „Hier sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen von Schul-, Arbeit- und Jugendministerium sowie der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit notwendig.“ so Stefan Ewers, Vorstandsmitglied der LAG JSA NRW.

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Aufruf 2017 für Teilnahme von geflüchteten Kindern und Jugendlichen an Ferienfreizeiten

Unter dem Motto „Kommt mit! – Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen“ bittet die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge NRW, der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW angehört, alle kommunalen Ausländerbehörden um eine großzügige und transparente Auslegung des geltenden Rechts! Berichte aus der Praxis über die Behinderung der Reisefreiheit von geflüchteten jungen Menschen beunruhigen die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft. Jugendgruppen, die in den Ferien von NRW aus ins Ausland reisen, müssen je nach Aufenthaltsstatus bei der zuständigen Ausländerbehörde oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Genehmigung einholen. Der im Asylrecht geltende Satz, »Bedingungen und Auflagen können angeordnet werden«, wird von den Ausländerbehörden in der Praxis noch immer unterschiedlich gehandhabt. Der aktuelle Aufruf steht als download unten zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema „Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche finden Sie auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft.

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Forderungen zur NRW-Landtagswahl 2017

Passend zum Wahlkampfauftakt in NRW richtet sich die Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen mit gemeinsamen Forderungen an die zukünftigen Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im neuen Landtag.

Mit Blick auf die Lebenslagen benachteiligter junger Menschen fordert die Jugendsozialarbeit in NRW,

  • die Angebote der Jugendsozialarbeit bedarfsgerecht auszuweiten,
  • die Zusammenarbeit der Rechtkreise SGB II, SGB III und SGB VIII unter Moderation der Jugendhilfe zu intensivieren,
  • die soziale Arbeit an Schulen als Aufgabe der Jugendhilfe verlässlich abzusichern,
  • Ausbildung zu ermöglichen und eine Ausbildungsabgabe zu prüfen,
  • die Integration junger Geflüchteter und neu zugewanderter junger Menschen besser abzustimmen und flexibler zu gestalten sowie
  • die Angebote der Jugendsozialarbeit finanziell abzusichern.

Die detaillierten Forderungen finden Sie hier zum Download.

  Forderungen zur Landtagswahl 2017 (65,2 KiB, 144 hits)

16 h SGB II im Interesse junger Menschen und nach den Prinzipien der Jugendsozialarbeit umsetzen

Eine Arbeitshilfe für Träger im Arbeitsfeld Jugendsozialarbeit

Mit dem § 16 h SGB II ist im August 2016 ein neuer Fördertatbestand in das SGB II aufgenommen worden, der sich an jungen Menschen unter 25 Jahren richtet, die von den Angeboten der Sozialleistungssysteme derzeit (zumindest zeitweise) nicht erreicht werden. Ihnen sollen passgenaue Betreuungs- und Unterstützungsleistungen angeboten werden, damit sie ihre bestehende individuelle Schwierigkeiten überwinden, Hilfe annehmen und nach Möglichkeit eine schulische und/oder berufliche Qualifikation abschließen können. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit präsentiert eine Arbeitshilfe zur Umsetzung des § 16 h SGB II vor Ort.

Die Arbeitshilfe finden Sie unten zum Download.

http://www.jugendsozialarbeit.de/media/raw/Arbeitshilfe_Umsetzung_pp_16_h_SGB_II.pdf

LAG Jugendsozialarbeit NRW mit eigenem Stand auf dem DJHT vertreten

Vom 28. bis 30. März 2017 findet in Düsseldorf der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag unter dem Motto „22 MIO.JUNGE CHANCEN – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten“ statt.
Auf dem diesjährigen DJHT in Düsseldorf wird LAG JSA NRW mit einem eigenen Messestand (Halle 3, Aktionsfläche des MFKJKS NRW) vertreten sein. Außerdem veranstaltet die LAG JSA NRW gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband ein Fachforum „Abgehängt – und nix zu machen? Wie ausgegrenzte junge Menschen die Jugendhilfe an ihre Grenzen bringen – und was man tun kann“. Nähere Informationen zu dem Fachforum finden Sie unter https://express2.converia.de/frontend/index.php?page_id=2136&v=List&do=15&day=394&ses=34532#

Brandaktuell veröffentlicht die LAG JSA NRW passend zum Thema des Fachforums den Fachreader „zurzeit nicht erreichbar… ?“ über marginalisierte Jugendliche in der Jugendhilfe. Eine online-Version finden Sie auf der Homepage www.jugendsozialarbeit-nrw.de

„zurzeit nicht erreichbar…?“ – ein Fachreader zu den marginalisierten Jugendlichen in der Jugendhilfe

Mit dieser aktuellen Veröffentlichung der LAG Jugendsozialarbeit NRW in der Reihe „Kontext“ fasst die LAG die wichtigsten Beiträge der Herbsttagung „Junge Menschen am Rand“ sowie einige weitere aktuell interessante Beiträge zu dem Thema auf. Gedruckte Exemplare können Sie unter der Adresse der Geschäftsstelle der LAG Jugendsozialarbeit NRW bestellen. Unten können Sie sich aber auch die Veröffentlichung downloaden.

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Materialien der Fachtagung „Junge Menschen am Rand“

Rund 100 Teilnehmende kamen am 17. November 2016 im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus zusammen, um sich über die Lebenslagen schwer zu erreichender junger Menschen zu informieren und nach Zugangswegen zu suchen. Mehrere Studien wurden zu dieser sehr heterogenen Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener in den vergangenen Jahren veröffentlicht. Zwei dieser Studien wurden im Rahmen der Fachtagung konkreter vorgestellt. Seitens des Bundesarbeitsministeriums wurde das Projekt „RESPEKT“ ins Leben gerufen sowie im Rahmen der letzten Reform des SGB II den neuen Paragraphen 16h in das Sozialgesetzbuch mit aufgenommen, der sich an die oben genannte Zielgruppe wendet. Dr. Jonathan Fahlbusch stellte erste Ergebnisse des Programms „RESPEKT“ sowie Hintergründe des § 16h SGB II vor.

Nach einem Blick in die Praxis waren die Jugendpolitiker der Landtagsfraktionen herausgefordert, zu diesen Erkenntnissen Stellung zu nehmen. Fraktionsübergreifend wurde deutlich, dass sich die Jugendpolitik in den kommenden Jahren der Verantwortung stellen muss, wirklich kein Kind zurückzulassen.

  Vortrag_Fahlbusch.pdf (683,1 KiB, 809 hits)

  Vortrag_Merchel.pdf (2,6 MiB, 536 hits)

  Vortrag_Tillmann.pdf (2,8 MiB, 395 hits)

 

Pädagogik trifft Politik: Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW feierte ihr 25-jähriges Jubiläum

„Komm, wir reißen Zäune ein!“ Das ist der Leitspruch der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, die sich seit 1991 landesweit für die Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen starkmacht. Anlässlich der heutigen Jubiläumsveranstaltung in Hamm bedankte sich Christina Kampmann, NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, für diesen Einsatz. „Wenn wir auf die letzten 25 Jahre zurückblicken, wird deutlich, wie viel sie mit ihrem Engagement erreicht haben. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich die gesellschaftliche Grundhaltung zu den Themen Flucht und Asyl ganz nachhaltig gewandelt hat“, so Kampmann. Die heutige Willkommenskultur mit dem beispiellosen Engagement der Menschen im Land sei Ausdruck davon, dass die Gesellschaft die Verantwortung für den Schutz von Flüchtlingen erkannt habe und dieser gerecht werden wolle.

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„Junge Menschen am Rand“ – Fachtag am 17.11.2016

Ausgehend von ihrem gesetzlichen Auftrag hat Jugendsozialarbeit gerade dort einen Beitrag zu leisten, wo junge Menschen „zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind“ (§ 13 Abs. 1 SGB VIII). Insbesondere bei jungen Menschen, die sich in prekären Lebenslagen oder multiplen Problemlagen befinden, lässt sich feststellen, dass ein nicht unerheblicher Anteil von ihnen innerhalb der bisherigen Hilfestrukturen nur schwer oder überhaupt nicht mehr erreichbar ist. In der Folge bewegen sich die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen nur noch teilweise oder gar nicht mehr innerhalb der regulären Erwerbs-, Bildungs- und Sozialsysteme.

Im Rahmen der Fachtagung „Junge Menschen am Rand“ lädt die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit NRW (LAG JSA NRW) zu einem Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis der Jugendsozialarbeit ein, um die Situation sogenannter marginalisierter bzw. schwer erreichbarer junger Menschen zu beschreiben, zu erkennen und zu verstehen. Autoren aktueller Studien werden ihre wesentlichen Ergebnisse und Erkenntnisse zu der betroffenen Personengruppe präsentieren und in einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik und der Praxis der Jugendsozialarbeit diskutieren.

Mit dieser Fachtagung möchte die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit in NRW die Auseinandersetzung über die notwendigen konzeptionellen, strukturellen und politischen Konsequenzen starten. Neben einer Beschäftigung mit den Fragen, warum bisherige Hilfsangebote nicht greifen, welche Lücken im Hilfesystem der Jugendsozialarbeit bestehen und wie sie geschlossen werden können, sollen insbesondere Ansätze für eine Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit in NRW im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzung stehen.

  Junge Menschen am Rand - Ausschreibung (387,4 KiB, 675 hits)