Aufruf Ferienfreizeiten der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW

Kommt mit!
Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen

Die „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW“ ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzusuchen, in ihre Aktivitäten einzubeziehen und so eine Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Aktionsgemeinschaft fordert alle kommunalen Ausländerbehörden auf, im Rahmen einer Ermessensentscheidung die Erlaubnis zu erteilen, an einer Fahrt ins Ausland teilzunehmen.

Den Aufruf können Sie hier herunterladen.180409_Aufruf_Aktionsgemeinschaft_Ferienfreizeiten_2018

 

Keine Kürzungen bei der Berufsförderung benachteiligter Jugendlicher!

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales plant massive Einschnitte bei den Förderprogrammen für benachteiligte Jugendliche. In einer Pressemitteilung fordert die Freie Wohlfahrtspflege in NRWdazu auf, bei der Berufsförderung benachteiligter junger Menschen nicht zu kürzen.
So soll die Anzahl der Plätze in Produktionsschulen von bislang 2.800 auf zukünftig nur noch etwa 1.600 im Programm „Werkstattjahr neu“ reduziert werden. Einhergehen soll diese Veränderung mit einer Begrenzung der Zugangsmöglichkeiten: konnten bisher junge Menschen bis 25 Jahre gefördert werden, soll dies in Zukunft nur noch für maximal 18-Jährige möglich sein. So sollen 6 Millionen Euro im Jahr gespart werden. Gleichzeitig hat das Ministerium am 31. Januar im NRW-Sozialausschuss bekannt gegeben, dass das Programm „Jugend in Arbeit plus“ Ende 2018 beendet wird. Gerade aber „Jugend in Arbeit plus“ richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich besonders schwer tun, einen Jobeinstieg zu finden oder in der Berufsausbildung scheitern. Das seit vielen Jahren bewährte Programm bietet den jungen Menschen Beratung und Vermittlung in eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 

Andrea Schaffeld, Sprecherin der LAG JSA NRW: „Die LAG Jugendsozialarbeit NRW unterstützt ausdrücklich die Position der Freien Wohlfahrtspflege. Die Altersbegrenzung im „Werkstattjahr neu“ grenzt benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf aus und die Instrumente des SGB II (Aktivierung) geben ihnen keine Perspektive. Eine Platzreduzierung, die nur durch die Altersbegrenzung begründet ist, spart Geld bei den ESF-Mitteln und verursacht langfristig Kosten im SGB II, wenn die Übergänge nicht gelingen.“

  Pressemitteilung Produktionsschule/Werkstattjahr (348,6 KiB, 630 hits)

 

Impressionen „Rausgeflogen und kein Dach über´m Kopf“

Über 100 teilnehmende Fachkräfte aus Jugendsozialarbeit, Streetwork und Notschlafstellen setzten sich heute in Essen mit der Situation junger wohnungsloser Menschen in NRW auseinander. Zwei Drittel der Straßenjugendlichen sind männlich, auch wenn im Alter bis etwa 19 Jahren mehr Mädchen und junge Frauen wohnungslos sind oder auf der Straße leben. Außerdem war in aktuellen Studien kein großer Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen festzustellen, so Prof. Dr. Birgit Reißig vom DJI.

Nach einem Expertengespräch mit Vertreter_innen aus Notschlafstellen in Bochum, Dortmund und Essen vertieften die Teilnehmenden in drei Workshops verschiedene Aspekte der Arbeit mit wohnungslosen jungen Menschen.

Hier die ersten Impressionen der heutigen Tagung. In Kürze werden wir hier die Tagungsdokumentation und weiterführende Links zur Verfügung stellen.

 

Fachtag „Situation wohnungsloser junger Menschen in NRW. (R)ausgeflogen und jetzt ohne Dach über’m Kopf!?“ am 06.02.2018 in Essen

Junge Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, sind alles andere als ein seltenes Phänomen. Die Situation dieser jungen Menschen ist oftmals auf den ersten Blick nicht leicht ersichtlich. Sie haben zwar keinen festen Wohnsitz, leben aber auch nicht zwangsläufig auf der Straße, sondern finden irgendwo einen Schlafplatz – zum Beispiel bei Freunden oder Bekannten. Mit einem Fachtag möchten wir nicht nur auf die Situation vieler wohnungsloser junger Menschen in NRW aufmerksam machen. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW und die LAG Streetwork NRW laden Sie mit interessanten Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis zu einem lebendigen Fachdialog ein: Worauf es ankommt, um wohnungslose junge Menschen zu erreichen, was es an Rahmenbedingungen braucht, um bedarfsorientiert arbeiten zu können und welche Hindernisse und Stolpersteine gerade an den Schnittstellen der relevanten Rechtskreise warten. Zu diesen und weiteren Schwerpunkten stehen erfahrene Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis Rede und Antwort. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit einem Infomarkt, Fachbeiträgen und drei Praxis-Fachforen. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldeverfahren entnehmen Sie dem Flyer.

180206_Flyer_Fachtag Wohnungslose junge Menschen_LAG JSA

 

 

Dokumentation Fachtagung „Inklusion aus Sicht der Schul- und Jugendsozialarbeit“

Hier finden Sie folgende Unterlagen zur Dokumentation der Fachtagung, die mit ca. 50 Teilnehmenden am 3. Juli 2017 in der Zeche Carl in Essen durchgeführt wurde:

  Präsentation "Mission Inklusion" (338,3 KiB, 85 hits)

  Abschrift Wandzeitung (56,6 KiB, 63 hits)

  Einladung (771,4 KiB, 56 hits)

  Ablauf (41,5 KiB, 136 hits)

 

Jungen Geflüchteten den Zugang zu Bildung ermöglichen!

Appell zum Weltkindertag 2017

Flüchtlingskinder sollen möglichst schnell den Zugang zu Bildungseinrichtungen bekommen. Das fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW anlässlich des Weltkindertags am 20. September 2017. Sie appelliert an die neue nordrhein-westfälische Landesregierung, ihr Koalitionsversprechen einzulösen und alle Kinder in NRW, unabhängig von der Herkunft der Eltern, bestmöglich und individuell zu fördern – so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Noch immer leben in Nordrhein-Westfalen viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Kriegen, Diktaturen, Terror und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen mussten, in Landesaufnahme-Einrichtungen. Bisher ist dort kein Schulunterricht vorgesehen – obwohl die Chancengleichheit für alle Kinder in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben ist. Gegen diese bisherige Praxis spricht sich die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW gemeinsam mit anderen Fachorganisationen vehement aus. Eine kontinuierliche Schulbildung sorgt nach Auffassung der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW dafür, dass Bildungsbiografien geflüchteter Kinder und Jugendlicher nicht unterbrochen werden müssten. Nur so könnten gute Voraussetzungen für erfolgreiche Lebenswege geschaffen werden.

Der Appell zum Weltkindertag steht hier zum Download zur Verfügung.170920_Appell_Aktionsgemeinschaft_2017

Projektförderung 2018

Mit Stichtag 10. Januar 2018 ruft das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI NRW) zur Einreichung von Projektanträgen zur Förderung von Angeboten nach dem KJFP NRW im Haushaltsjahr 2018 auf. Bei dem genannten Stichtag handelt es sich nicht um eine Ausschlussfrist. Später eingehende Anträge werden nachrangig bearbeitet.

Antragsformulare für Einrichtungen im Bereich des LVR finden Sie in Kürze >hier.

Antragsformulare für Einrichtungen im Bereich des LWL finden Sie in Kürze >hier.

Schule für Alle und von Anfang an!

Flüchtlingsrat NRW übergibt Forderungspapier an neue NRW-Landesregierung

In den Aufnahmeeinrichtungen des Landes NRW greift – nach geltender Gesetzeslage – keine Schulpflicht. Ein Anspruch auf regulären Schulbesuch besteht in Nordrhein-Westfalen erst nach Zuweisung zu einer Kommune. Damit bleiben immer mehr Flüchtlinge über einen immer längeren Zeitraum von der Schule ausgeschlossen.  In einem Forderungspapier zur Beschulung von Kindern und Jugendlichen in den Landesaufnahmeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen appellieren der Flüchtlingsrat NRW e.V. und 11 weitere Institutionen an die Landesregierung, u.a. die LAG Jugendsozialarbeit NRW, Beschulung von Anfang an zu gewährleisten.  Die Hauptforderungen sind:

  • Gesetzesanpassung: Schulpflicht ab Aufnahme in der Landesaufnahmeeinrichtung
  • Beschulung zeitnah in regulären Schulen
  • Beschulung durch qualifiziertes Lehrpersonal in den Landesaufnahmeeinrichtungen, während ein Schulplatz an einer regulären Schule gefunden wird
  • zügige kommunale Zuweisung
  • kommunale Zuweisung vorrangig in die Kommunen, in der die Kinder und Jugendlichen noch während der Unterbringungen in den Landesaufnahmeeinrichtungen zur Schule gehen

Die Landesregierung NRW ist gefordert, jetzt zu handeln, um Langzeitfolgen sowohl für die Betroffenen als auch für die Aufnahmegesellschaft zu vermeiden. In der Anlage die Pressemitteilung des Flüchtlingsrates und das Forderungspapier

170829_Forderungspapier zur Beschulung in Landesaufnahmeeinrichtungen

170828_Pressemitteilung_Forderungspapier_-Schule_fuer_Alle_und_von_Anfang_an

Einladung zur Arbeitstagung Inklusion – Bestandsaufnahme und Veränderungsbedarfe

Am Montag, 3. Juli 2017, veranstaltet die LAG JSA NRW in Essen eine Fachtagung mit dem Titel „Inklusion aus Sicht der Schul- und Jugendsozialarbeit. Eingeladen sind Fach- und Führungskräfte aus dem Arbeitsfeld der schulbezogenen Jugendsozialarbeit. Neben dem notwendigen Austausch über die Realitäten der inklusiven Schule sollen Perspektiven und Forderungen entwickelt werden, die die Rahmenbedingungen verbessern.

In den letzten Jahren ist die „Inklusion“ in NRW in den Schulen umgesetzt worden. Die Diskussionen über die Realisierung einer „inklusiven Schule“ sind dabei längst nicht abgeschlossen. Zeitgleich wurden Hauptschulen geschlossen (viele haben diesen Prozess noch nicht ganz abgeschlossen) und Sekundar- und Gesamtschulen neu aufgebaut. Die Veränderungen in der Schullandschaft sind groß. Die Angebote der schulbezogenen Jugendsozialarbeit (schulbezogene JSA, Projekte zur Vermeidung schulischen Scheiterns, Schulmüdenprojekte) haben diese Veränderungen begleitet, ohne selbst Einfluss nehmen zu können. Die Fachkräfte in diesen Angeboten haben viele Erfahrungen mit der Inklusion gemacht und sind Fachleute, um die Frage zu beantworten „was brauchen wir, damit soziale Arbeit an einer inklusiven Schule gelingt ?“ Die LAG JSA NRW lädt alle Fach- und Führungskräfte aus dem Arbeitsfeld der schulbezogenen Jugendsozialarbeit zu einer Arbeitstagung ein. Neben dem notwendigen Austausch über die Realitäten der inklusiven Schule, sollen Perspektiven und Forderungen entwickelt werden, die die Rahmenbedingungen verbessern. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldung entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

  Fachtagung Inklusion (771,4 KiB, 253 hits)

Rückblick: LAG JSA NRW beim DJHT 2017

Unter dem Motto „22 Mio. Junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten“ fand vom 28.-30. März in der Messe Düsseldorf der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW war mit einem Messestand auf der Aktionsfläche des Jugendministeriums NRW beteiligt. Das Fachpublikum und viele Besucher des DJHTs zeigten sich sehr interessiert an der Schriftenreihe „Kontext“ der LAG Jugendsozialarbeit. Aktuell und passend zur Thematik des Fachforums „Abgehängt – und nix zu machen? Wie ausgegrenzte junge Menschen die Jugendhilfe an ihre Grenzen bringen – und was man tun kann“ erschien in der Reihe Kontext #8 der Fachreader „zurzeit nicht erreichbar…? von denen wir mehr als 600 Exemplare verteilen konnten. Viele Gespräche und die gemeinsame Fachveranstaltung mit dem Paritätischen Gesamtverband hinterließen bei den Beteiligten der LAG JSA NRW einen sehr zufriedenstellenden Eindruck. Als Download stellen wir hier, die beim Fachforum gezeigten Filmbeiträge und die von Frau Prof. Dr. Reissig vom DJI und Frau Köhler von der FH Nürnberg vorgestellten PowerPointPräsentationen zur Verfügung.

170329_Juhitag2017_Reißig_Hoch(3)

DJI-Studie zu Straßenjugendlichen 2. Zwischenbericht

170329_Koehler_Präsentation_Weiterentwicklung der JSA_DJHT 2017

Videobeitrag: Ohne Wohnung keine Perspektive (Herne)

Videobeitrag: Mit Beratung, Bildung und Arbeit eine Perspektive entwickeln (Hamburg)

Videobeitrag: „STREET COLLEGE. Selbstbestimmt und partizipativ zum Hauptschulabschluss (BBR)“ (Berlin)