Zukunft der Schulsozialarbeit gestalten

Der Landtags-Ausschuss „Schule und Bildung“ befasst sich am 14. März 2018 im Rahmen einer Anhörung mit dem Thema „Zukunftskonzept Schulsozialarbeit erarbeiten“. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet, die unten zum Download zur Verfügung steht.

Aus Sicht der LAG JSA NRW bildet sich die viel zitierte und häufig beschworene intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule – im Bereich der Schulsozialarbeit vor allem die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit – im Rahmen dieser Anhörung nicht ab. Für einen zukünftigen Fachdialog zu diesem Thema erwarten wir, dass die politisch Handelnden diesem Anspruch gerecht werden.

  Stellungnahme "Schulsozialarbeit" (691,7 KiB, 422 hits)

Zwischenauswertung „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ in NRW

Der diesjährige Fachtag des „NRW Forum Jugend stärken im Quartier“ stand unter guten Vorzeichen, wurde doch kurz zuvor der Aufruf für die kommende Förderphase ab 2019 versendet.

Inhaltliche Schwerpunkte bildeten die vielschichtigen Herausforderungen der Lebensphase Jugend – eingeleitet mit Auszügen des 15. Kinder und Jugendberichts – und die damit verbundenen Herausforderungen in der Ansprache und den sozialraumorientierten Angeboten der NRW Standorte „Jugend stärken im Quartier“. Brücken wurden aus der Forschung in die Förder- und Verwaltungspraxis sowie in eine Vielzahl erfolgreicher Angebotsformen geschlagen.

  Präsentation BMFSFJ (190,0 KiB, 75 hits)

  Präsentation DJI (903,0 KiB, 54 hits)

  Präsentation Umsetzung Kreis Olpe (1,1 MiB, 52 hits)

  Präsentation Stadt Krefeld (1,5 MiB, 52 hits)

Keine Kürzungen bei der Berufsförderung benachteiligter Jugendlicher!

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales plant massive Einschnitte bei den Förderprogrammen für benachteiligte Jugendliche. In einer Pressemitteilung fordert die Freie Wohlfahrtspflege in NRWdazu auf, bei der Berufsförderung benachteiligter junger Menschen nicht zu kürzen.
So soll die Anzahl der Plätze in Produktionsschulen von bislang 2.800 auf zukünftig nur noch etwa 1.600 im Programm „Werkstattjahr neu“ reduziert werden. Einhergehen soll diese Veränderung mit einer Begrenzung der Zugangsmöglichkeiten: konnten bisher junge Menschen bis 25 Jahre gefördert werden, soll dies in Zukunft nur noch für maximal 18-Jährige möglich sein. So sollen 6 Millionen Euro im Jahr gespart werden. Gleichzeitig hat das Ministerium am 31. Januar im NRW-Sozialausschuss bekannt gegeben, dass das Programm „Jugend in Arbeit plus“ Ende 2018 beendet wird. Gerade aber „Jugend in Arbeit plus“ richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich besonders schwer tun, einen Jobeinstieg zu finden oder in der Berufsausbildung scheitern. Das seit vielen Jahren bewährte Programm bietet den jungen Menschen Beratung und Vermittlung in eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 

Andrea Schaffeld, Sprecherin der LAG JSA NRW: „Die LAG Jugendsozialarbeit NRW unterstützt ausdrücklich die Position der Freien Wohlfahrtspflege. Die Altersbegrenzung im „Werkstattjahr neu“ grenzt benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf aus und die Instrumente des SGB II (Aktivierung) geben ihnen keine Perspektive. Eine Platzreduzierung, die nur durch die Altersbegrenzung begründet ist, spart Geld bei den ESF-Mitteln und verursacht langfristig Kosten im SGB II, wenn die Übergänge nicht gelingen.“

  Pressemitteilung Produktionsschule/Werkstattjahr (348,6 KiB, 461 hits)

 

Impressionen „Rausgeflogen und kein Dach über´m Kopf“

Über 100 teilnehmende Fachkräfte aus Jugendsozialarbeit, Streetwork und Notschlafstellen setzten sich heute in Essen mit der Situation junger wohnungsloser Menschen in NRW auseinander. Zwei Drittel der Straßenjugendlichen sind männlich, auch wenn im Alter bis etwa 19 Jahren mehr Mädchen und junge Frauen wohnungslos sind oder auf der Straße leben. Außerdem war in aktuellen Studien kein großer Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen festzustellen, so Prof. Dr. Birgit Reißig vom DJI.

Nach einem Expertengespräch mit Vertreter_innen aus Notschlafstellen in Bochum, Dortmund und Essen vertieften die Teilnehmenden in drei Workshops verschiedene Aspekte der Arbeit mit wohnungslosen jungen Menschen.

Hier die ersten Impressionen der heutigen Tagung. In Kürze werden wir hier die Tagungsdokumentation und weiterführende Links zur Verfügung stellen.

 

Zwischenbilanz JUGEND STÄRKEN im Quartier

Seit 2015 arbeiten mehr als vierzig Kommunen und Landkreise in NRW gemeinsam mit freien Trägern der Jugendsozialarbeit vor Ort an den Zielen des Bundesvorhabens JUGEND STÄRKEN im Quartier. Auch wenn administrativ im Alltagshandeln an vielen Standorten Schwierigkeiten auftraten, ist in der fachlichen Umsetzung und in der Wirkung vor Ort durch die Akteure für und mit den Jugendlichen Vieles erreicht worden.

Die Fortsetzung der Programmlinie ist inzwischen beschlossen – ein guter Zeitpunkt, um eine Zwischenbilanz zu ziehen, gute Praxis aus NRW zu präsentieren und in Workshops Ideen und Vorhaben für die zweite Förderphase zu sammeln, zu diskutieren und uns auszutauschen.

Das Netzwerk NRW-Forum JUGEND STÄRKEN im Quartier lädt daher in Kooperation mit der LAG Jugendsozialarbeit NRW für Mittwoch, 28.02.2018 von 09:30-16:00 Uhr zu einem Fachtag in den Wissenschaftspark Gelsenkirchen ein.

Alle weiteren Hinweise sowie die Anmeldung stehen unten zum Download zur Verfügung.

  Anmeldung (389,8 KiB, 114 hits)

  Einladung (136,8 KiB, 154 hits)

  Ablaufplan (89,0 KiB, 180 hits)

Projektförderung 2018

Mit Stichtag 10. Januar 2018 ruft das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI NRW) zur Einreichung von Projektanträgen zur Förderung von Angeboten nach dem KJFP NRW im Haushaltsjahr 2018 auf. Bei dem genannten Stichtag handelt es sich nicht um eine Ausschlussfrist. Später eingehende Anträge werden nachrangig bearbeitet.

Antragsformulare für Einrichtungen im Bereich des LVR finden Sie in Kürze >hier.

Antragsformulare für Einrichtungen im Bereich des LWL finden Sie in Kürze >hier.

Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge fordert Abschiebestopp

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, zu der auch die LAG Jugendsozialarbeit NRW gehört, fordert die neue Landesregierung auf, nicht nach Afghanistan abzuschieben und sich für einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan einzusetzen.

Eine Abschiebung in Sicherheit und Würde sei in Afghanistan derzeit nicht gewährleistet. Die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich – nicht nur durch den Anschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul Ende Mai dieses Jahres – sehr verschlechtert. Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan sei weiterhin sehr hoch. Vor allem beobachtet die Aktionsgemeinschaft mit großer Sorge eine starke Verunsicherung unter jungen Afghanen, die sich hier in Deutschland in Integrationsmaßnahmen befinden und auf ihre Anerkennung warten. Permanente Androhung einer Abschiebung und Unklarheit fördern einen Zustand der Angst und Hoffnungslosigkeit.

Die Stellungnahme steht unten zum Download zur Verfügung.

  Stellungnahme (105,5 KiB, 80 hits)

Info-Veranstaltung zur Beschulung junger Zuwanderer

Rund dreißig Fachkräfte aus den Jugendmigrationsdiensten in NRW kamen heute nach Köln, um sich über die Beschulungsmöglichkeiten junger Zuwanderer im Alter von 16-25 Jahren zu informieren. Ute Wohlgemuth, Referatsleiterin im NRW-Schulministerium, informierte die Teilnehmenden nicht nur über die Umsetzung des Bildungsangebotes „Fit für mehr“, dass im Februar dieses Jahres gestartet ist. Auch weitere Bildungsmöglichkeiten, die jungen Zugewanderten an Berufskollegs und anderen Bildungsinstitutionen wie VHS oder Abendschulen zur Verfügung stehen, wurden thematisiert. Die vielen Nachfragen, Schilderungen von Situationen in der täglichen Praxis und auch kritischen Rückmeldungen machen deutlich, dass es sowohl in der schulischen, aber auch in der beruflichen Ausbildung sowie in der gesellschaftlichen Integration junger Zugewanderter noch großen Handlungsbedarf gibt. „Hier sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen von Schul-, Arbeit- und Jugendministerium sowie der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit notwendig.“ so Stefan Ewers, Vorstandsmitglied der LAG JSA NRW.

  Präsentation Info-Veranstaltung (1,1 MiB, 499 hits)

Forderungen zur NRW-Landtagswahl 2017

Passend zum Wahlkampfauftakt in NRW richtet sich die Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen mit gemeinsamen Forderungen an die zukünftigen Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im neuen Landtag.

Mit Blick auf die Lebenslagen benachteiligter junger Menschen fordert die Jugendsozialarbeit in NRW,

  • die Angebote der Jugendsozialarbeit bedarfsgerecht auszuweiten,
  • die Zusammenarbeit der Rechtkreise SGB II, SGB III und SGB VIII unter Moderation der Jugendhilfe zu intensivieren,
  • die soziale Arbeit an Schulen als Aufgabe der Jugendhilfe verlässlich abzusichern,
  • Ausbildung zu ermöglichen und eine Ausbildungsabgabe zu prüfen,
  • die Integration junger Geflüchteter und neu zugewanderter junger Menschen besser abzustimmen und flexibler zu gestalten sowie
  • die Angebote der Jugendsozialarbeit finanziell abzusichern.

Die detaillierten Forderungen finden Sie hier zum Download.

  Forderungen zur Landtagswahl 2017 (65,2 KiB, 126 hits)

Materialien der Fachtagung „Junge Menschen am Rand“

Rund 100 Teilnehmende kamen am 17. November 2016 im Essener Kardinal-Hengsbach-Haus zusammen, um sich über die Lebenslagen schwer zu erreichender junger Menschen zu informieren und nach Zugangswegen zu suchen. Mehrere Studien wurden zu dieser sehr heterogenen Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener in den vergangenen Jahren veröffentlicht. Zwei dieser Studien wurden im Rahmen der Fachtagung konkreter vorgestellt. Seitens des Bundesarbeitsministeriums wurde das Projekt „RESPEKT“ ins Leben gerufen sowie im Rahmen der letzten Reform des SGB II den neuen Paragraphen 16h in das Sozialgesetzbuch mit aufgenommen, der sich an die oben genannte Zielgruppe wendet. Dr. Jonathan Fahlbusch stellte erste Ergebnisse des Programms „RESPEKT“ sowie Hintergründe des § 16h SGB II vor.

Nach einem Blick in die Praxis waren die Jugendpolitiker der Landtagsfraktionen herausgefordert, zu diesen Erkenntnissen Stellung zu nehmen. Fraktionsübergreifend wurde deutlich, dass sich die Jugendpolitik in den kommenden Jahren der Verantwortung stellen muss, wirklich kein Kind zurückzulassen.

  Vortrag_Fahlbusch.pdf (683,1 KiB, 715 hits)

  Vortrag_Merchel.pdf (2,6 MiB, 451 hits)

  Vortrag_Tillmann.pdf (2,8 MiB, 339 hits)