Das Recht auf Bildung gilt überall!

Appell der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge zum Weltkindertag

 Mit dem Förderprogramm „Integration junger Geflüchteter durch Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“ fördert das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW seit dem Jahr 2016 verstärkt den Zugang zu Angeboten der Jugend(sozial)arbeit für junge Menschen mit Fluchthintergrund. Mit niedrigschwelligen Freizeitangeboten zur Förderung des Spracherwerbs und der Sozialkompetenzen wurde das Fundament zur Integration von jungen Geflüchteten gelegt.

Getrübt wird diese positive Entwicklung dadurch, dass mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen in den Landesunterkünften das Recht auf Bildung und damit ihr Schulbesuch monate-, teils jahrelang vorenthalten wird. Die Aktionsgemeinschaft fordert, wie bereits 2017, die Schulpflicht von Anfang an und ein Ende solcher Verstöße gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Zudem werden außerschulische Bildungsangebote noch zu selten in den Alltag der Aufnahmeeinrichtungen miteinbezogen. „Dass in Nordrhein-Westfalen die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher gelingen kann, zeigt der Beitrag der Jugendarbeit in aller Deutlichkeit. Trotz dieser Erfolge können wir nicht über die Lage der Kinder und Jugendlichen in den Landesunterkünften hinwegsehen. Hier wird das Kinderrecht auf Bildung missachtet.“, erklärt Ilka Brambrink, Sprecherin der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW. 

Die Landesregierung darf nicht nachlassen, in die Bildung aller Geflüchteter von Anfang an zu investieren und diese systematisch weiterzuentwickeln. Es fehlen Strategien, die Lücken in den Bildungsbiographien Geflüchteter zu überbrücken. Als Zusammenschluss von Trägern der außerschulischen Bildungsarbeit sind wir gerne bereit, unsere Expertise für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen einzubringen.

Auf der Straße zuhause?!

Unter diesem Motto macht die LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit vom 17.09. – 21.09.18 NRW-weit auf Problemlagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufmerksam, die den öffentlichen Raum für Treffen mit anderen Jugendlichen in ihrer Freizeitnutzen oder sogar ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Die Initiatoren möchten mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass in den Innenstädten und Ortskernen in NRW immer weniger Freiräume für jugendliche Aktivitäten zu finden sind. Vor dem Hintergrund, dass jugendtypische Nutzung als störend empfunden wird, werden viele öffentliche Orte zunehmend reglementiert und Jugendliche und junge Erwachsene vertrieben.

Trotzdem bleiben öffentliche Plätze für Jugendliche wichtige Freizeitorte, an denen sie sich mit ihren Freunden treffen und als Clique Zeit verbringen können.

Neben dieser Nutzung als Freizeitort gibt es aber auch zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene, für die der öffentliche Raum tatsächlich Lebensraum ist. Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist in dieser Bevölkerungsgruppe ein steigendes Problem. Es fehlen Unterbringungsmöglichkeiten und bezahlbarer Wohnraum, um akute Wohnungs- oder Obdachlosigkeit kurzfristig zu beseitigen.

Bei der Aktionswoche informieren die Fachkräfte an den jeweiligen Infoständen auch über ihre eigene Arbeit vor Ort und stellen das Netzwerk der LAG Streetwork/Mobile Jugendarbeit NRW e.V. vor.

Vorgezogene Antragstellung 2019

Für Gedenkstättenfahrten und Angebote im Rahmen der internationalen Jugendarbeit, die im 1. Halbjahr 2019 stattfinden sollen, rufen die Landesjugendämter zur vorzeitigen Antragstellung auf. Anträge sollten bis zum 15. Oktober 2018 gestellt werden, allerdings ist dieses Datum keine Ausschluss-Frist.

Die entsprechenden Antragsunterlagen finden Sie

>hier für den LVR
>hier für den LWL.

Sonderprogramm „Digitale Modernisierung“ des Landes NRW

Das NRW-Jugendministerium fördert die Sanierung und „digitale Modernisierung“ in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Vor allem zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in diesen Einrichtungen stellt das Land in 2018 Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung.

Anträge können bis 01. Oktober 2018 beim jeweils zuständigen Landesjugendamt eingereicht werden. 

Unterlagen LVR
Unterlagen LWL

Anregungen für ein Zukunftskonzept Schulsozialarbeit

Bereits im März 2018 hat sich die LAG Jugendsozialarbeit NRW mit einer Stellungnahme zur Zukunft der Schulsozialarbeit in NRW zu Wort gemeldet. In den zurückliegenden Monaten wurden die in der Stellungnahme formulierten Forderungen konkretisiert und weiterentwickelt. Daraus sind Anregungen für ein Zukunftskonzept Schulsozialarbeit entstanden, die wir Ihnen hier zur Verfügung stellen.

Aufruf Ferienfreizeiten der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW

Kommt mit!
Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen

Die „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW“ ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzusuchen, in ihre Aktivitäten einzubeziehen und so eine Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Aktionsgemeinschaft fordert alle kommunalen Ausländerbehörden auf, im Rahmen einer Ermessensentscheidung die Erlaubnis zu erteilen, an einer Fahrt ins Ausland teilzunehmen.

Den Aufruf können Sie hier herunterladen.180409_Aufruf_Aktionsgemeinschaft_Ferienfreizeiten_2018

 

Zukunft der Schulsozialarbeit gestalten

Der Landtags-Ausschuss „Schule und Bildung“ befasst sich am 14. März 2018 im Rahmen einer Anhörung mit dem Thema „Zukunftskonzept Schulsozialarbeit erarbeiten“. Die LAG Jugendsozialarbeit NRW hat hierzu eine Stellungnahme erarbeitet, die unten zum Download zur Verfügung steht.

Aus Sicht der LAG JSA NRW bildet sich die viel zitierte und häufig beschworene intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule – im Bereich der Schulsozialarbeit vor allem die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit – im Rahmen dieser Anhörung nicht ab. Für einen zukünftigen Fachdialog zu diesem Thema erwarten wir, dass die politisch Handelnden diesem Anspruch gerecht werden.

  Stellungnahme "Schulsozialarbeit" (691,7 KiB, 689 hits)

Zwischenauswertung „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ in NRW

Der diesjährige Fachtag des „NRW Forum Jugend stärken im Quartier“ stand unter guten Vorzeichen, wurde doch kurz zuvor der Aufruf für die kommende Förderphase ab 2019 versendet.

Inhaltliche Schwerpunkte bildeten die vielschichtigen Herausforderungen der Lebensphase Jugend – eingeleitet mit Auszügen des 15. Kinder und Jugendberichts – und die damit verbundenen Herausforderungen in der Ansprache und den sozialraumorientierten Angeboten der NRW Standorte „Jugend stärken im Quartier“. Brücken wurden aus der Forschung in die Förder- und Verwaltungspraxis sowie in eine Vielzahl erfolgreicher Angebotsformen geschlagen.

  Präsentation BMFSFJ (190,0 KiB, 141 hits)

  Präsentation DJI (903,0 KiB, 114 hits)

  Präsentation Umsetzung Kreis Olpe (1,1 MiB, 106 hits)

  Präsentation Stadt Krefeld (1,5 MiB, 106 hits)

Keine Kürzungen bei der Berufsförderung benachteiligter Jugendlicher!

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales plant massive Einschnitte bei den Förderprogrammen für benachteiligte Jugendliche. In einer Pressemitteilung fordert die Freie Wohlfahrtspflege in NRWdazu auf, bei der Berufsförderung benachteiligter junger Menschen nicht zu kürzen.
So soll die Anzahl der Plätze in Produktionsschulen von bislang 2.800 auf zukünftig nur noch etwa 1.600 im Programm „Werkstattjahr neu“ reduziert werden. Einhergehen soll diese Veränderung mit einer Begrenzung der Zugangsmöglichkeiten: konnten bisher junge Menschen bis 25 Jahre gefördert werden, soll dies in Zukunft nur noch für maximal 18-Jährige möglich sein. So sollen 6 Millionen Euro im Jahr gespart werden. Gleichzeitig hat das Ministerium am 31. Januar im NRW-Sozialausschuss bekannt gegeben, dass das Programm „Jugend in Arbeit plus“ Ende 2018 beendet wird. Gerade aber „Jugend in Arbeit plus“ richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich besonders schwer tun, einen Jobeinstieg zu finden oder in der Berufsausbildung scheitern. Das seit vielen Jahren bewährte Programm bietet den jungen Menschen Beratung und Vermittlung in eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 

Andrea Schaffeld, Sprecherin der LAG JSA NRW: „Die LAG Jugendsozialarbeit NRW unterstützt ausdrücklich die Position der Freien Wohlfahrtspflege. Die Altersbegrenzung im „Werkstattjahr neu“ grenzt benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf aus und die Instrumente des SGB II (Aktivierung) geben ihnen keine Perspektive. Eine Platzreduzierung, die nur durch die Altersbegrenzung begründet ist, spart Geld bei den ESF-Mitteln und verursacht langfristig Kosten im SGB II, wenn die Übergänge nicht gelingen.“

  Pressemitteilung Produktionsschule/Werkstattjahr (348,6 KiB, 707 hits)

 

Impressionen „Rausgeflogen und kein Dach über´m Kopf“

Über 100 teilnehmende Fachkräfte aus Jugendsozialarbeit, Streetwork und Notschlafstellen setzten sich heute in Essen mit der Situation junger wohnungsloser Menschen in NRW auseinander. Zwei Drittel der Straßenjugendlichen sind männlich, auch wenn im Alter bis etwa 19 Jahren mehr Mädchen und junge Frauen wohnungslos sind oder auf der Straße leben. Außerdem war in aktuellen Studien kein großer Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen festzustellen, so Prof. Dr. Birgit Reißig vom DJI.

Nach einem Expertengespräch mit Vertreter_innen aus Notschlafstellen in Bochum, Dortmund und Essen vertieften die Teilnehmenden in drei Workshops verschiedene Aspekte der Arbeit mit wohnungslosen jungen Menschen.

Hier die ersten Impressionen der heutigen Tagung. In Kürze werden wir hier die Tagungsdokumentation und weiterführende Links zur Verfügung stellen.